7. Februar 2012
Vor der Großkonferenz zu sexuellem Missbrauch
Heilung und Erneuerung: Das sind die beiden Ziele einer Tagung zum Thema sexueller Missbrauch, die in der kommenden Woche in Rom stattfinden wird. Veranstalter ist die Päpstliche Universität Gregoriana, gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Vatikans. Die Tagung richtet sich an Verantwortungsträger in der gesamten Weltkirche. Den ersten Vortrag hält ein Missbrauchsopfer, informierte im Interview mit Radio Vatikan Charles Scicluna, der als „Promotor Iustitiae“ in der Glaubenskongregation zuständig für kanonische Prozesse ist. Dieser Kongress wolle dazu beitragen, das Bewusstsein für das Problem „sexueller Missbrauch durch Kleriker“ weltweit zu schaffen. (rv 3.2.2012)
Keine Berührungsängste haben
Neue kirchliche Gemeinschaften und klassische Orden sollten keine Berührungsängste haben. Das empfiehlt die neue Untersekretärin der vatikanischen Ordenskongregation, Nicoletta Spezzati. Wenn geistliche Lebensformen das Evangelium als ihre Quelle betrachteten, sei bereits eine Übereinstimmung da, sagte die Ordensfrau der vatikanischen Tageszeitung „Osservatore Romano“ vom Donnerstag. Probleme sehe sie, wenn eine Gemeinschaft ihr Charisma verabsolutiere oder gegen andere richte. Sie verschließe sich damit „der gemeinschaftlichen Identität der Kirche“, so Spezzati. Allerdings arbeiteten Ordensgemeinschaften und neue geistliche Bewegungen in vielen Diözesen der Welt bereits zusammen, betonte sie. (kna/or 2.2.2012)
Präfekt der Ordenskongregation: „Qualität des Ordenslebens ist entscheidend“
An diesem Donnerstag-Spätnachmittag feiert Papst Benedikt XVI. im Petersdom einen Vespergottesdienst mit Ordensleuten – Anlass ist der 16. „Tag des geweihten Lebens“. Dieser wird auf eine Entscheidung von Papst Johannes Paul II. hin jährlich am zweiten Februar, dem „Tag der Darstellung des Herrn“, begangen, welcher im Volksmund auch als „Mariä Lichtmess“ bekannt ist. Anliegen für den Tag des geweihten Lebens ist das Danken für (und das Bitten um) Menschen, die sich ganz Gott zur Verfügung stellen. Die sinkende Zahl der Ordensleute sei „ein typisch europäisches Phänomen“, sagt der Präfekt der Ordenskongregation, der brasilianische Erzbischof Joao Braz de Aviz. (rv/asca 2.2.2012)