Brief an die Katholiken in China
26 Monate nach seinem Amtsantritt hat Papst Benedikt XVI. eines der großen ungelösten Probleme der katholischen Kirche und der vatikanischen Diplomatie in Angriff genommen: Das Verhältnis zur Volksrepublik China und zur dortigen Kirche. Papst Benedikt XVI. wendet sich in einem Brief an die gespaltene katholische Gemeinde in China. Das Schreiben an „die Bischöfe, Priester, die Personen des gottgeweihten Lebens und an die gläubigen Laien der katholischen Kirche in der Volksrepublik China“ wurde am 30. Juni 2007 veröffentlicht.
Der Brief in der offiziellen deutschen Übersetzung...
Erläuterungen zum Papstbrief
Gleichzeitig mit dem Brief Papst Benedikts an die Katholiken in China veröffentlichte der Heiliger Stuhl eine Erklärung, die wir in offizieller vatikanischer Übersetzung dokumentieren.
Zum Text
Papst ruft zu Einheit
Papst Benedikt XVI. ruft darin die chinesischen Katholiken zu Geschlossenheit und zur Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche auf. Im ersten Teil des Briefes spricht der Papst die aktuelle Lage der Kirche in China sowie theologische Aspekte an. Im zweiten Bereich geht er auf das pastorale Leben ein.
Eine Zusammenfassung
Direktor des China-Zentrums, "Konkret und wirkungsvoll"
Einen solchen Brief an die chinesischen Katholiken hat es noch nie gegeben. Am 19. und 20. Januar waren im Vatikan sechs chinesische Bischöfe mit der Führung des Staatssekretariats und weiteren Kurienkardinälen zusammengekommen, um über die Lage der Kirche in der Volksrepublik zu beraten. Am Rande dieses Treffens war zu erfahren, dass der Papst einen Brief an die etwa zwölf Millionen Katholiken in China richten wolle.
Wir haben den Steyler-Missionar und Direktor des China-Zentrums St. Augstin (Bonn), Pater Anton Weber um eine Einordnung des Schreibens gebeten:
Mario Galgano hat mit ihm gesprochen.
Erzabt Jeremias, "Die Kirche will nicht das System stürzen"
Der Brief Benedikts XVI. an die Katholiken in China ist sehr versöhnlich gehalten, offenbar hofft der Vatikan, die angespannte Lage zwischen chinesischem Staat und Heiligem Stuhl wieder normalisieren zu können. Der Brief könne die verfahrene Situation weiterbringen, meint der Erzabt der Benediktinerabtei Sankt Ottilien, Jeremias Schröder, dessen Orden seit Jahren in China aktiv ist.
Pater Max Cappabianca hat mit ihm gesprochen.
Pfarrer, Papstbrief als "Startschuss für Neuanfang"
Der Brief Benedikts an die Chinesen – lange haben die Katholiken in China darauf gewartet. Gestern wurde das Schreiben veröffentlicht. Erleichterung und Freude – so könnten die ersten Reaktionen in China bezeichnet werden, erklärt der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Shanghai, Pater Michael Bauer.
Silke Schmitt hat mit ihm gesprochen.
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Verantwortlich: P. Eberhard v.Gemmingen SJ / Stefan v. Kempis
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